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Bloggen macht frei !?!

Bloggen, eine Leidenschaft, die immer mehr Internetnutzer miteinander teilen. Grundgedanke war wohl irgendwann mal, mit Hilfe eines Blogs ein Online Tagebuch zu führen.

Schaut man sich aber mal ein wenig gründlicher in der Bloggerwelt um, entdeckt man ganz schnell, dass Blogger doch sehr einfallsreich sind und die Nutzung eines Blogs als reines Online Tagebuch mittlerweile gar nicht mehr wirklich im Vordergrund steht.

Bloggen macht frei !?! - Blogger sind frei !?!

Blogger, ein Völkchen für sich, habe ich festgestellt und ich beziehe mich da natürlich mit ein :-)

Jeder Blogger hat ganz persönliche Ambitionen, seinen Blog mit Inhalten zu füllen. Jeder Blog hat natürlich auch seine Daseinsberechtigung in den Weiten der Bloggerwelt.

Ich habe mir für mich ganz persönlich eine kleine Aufstellung ganz unterschiedlicher Blogger-Typen gemacht, die ich euch nicht vorenthalten möchte

1. Blogger, die gar keine wirklichen Blogger sind

Für mich sind das diejenigen, die irgendwo mal aufgeschnappt haben, dass es wohl “in” ist, sich mit einem eigenen Blog zu präsentieren. Das sind meist auch diejenigen, die auf jeder Welle mitschwimmen möchten und nie wirklich etwas mit der notwendigen Ausdauer zuende führen.

Ihre Spuren findet man mittlerweile nahezu überall in Form von Blogs, die angelegt wurden und nach einem oder auch ein paar mehr Einträgen stiefmütterlich behandelt vor sich hingammeln.

2. Blogger, die den Blog in der ursprünglichen Form als Gedanken- oder Tagebuch nutzen

Diese Blogger sind meist sehr gewissenhaft und das tägliche Bloggen gehört zum festen Bestandteil ihres Tagesablaufes. Ihr Blog hilft ihnen auch beim “spazierendenken”. Sie bloggen in erster Linie für sich selbst, schreiben ihre Gedanken, Empfindungen, Ideen nieder und freuen sich natürlich, wenn sie mit der Zeit einige “Mitleser” haben, oft aus ihrem Bekanntenkreis, die sich für die ganz persönlichen Nichtigkeiten und auch Wichtigkeiten interessieren.

3. Blogger, die News-/Infoblogs zu unterschiedliche Themenbereichen führen

Solche Blogs erfreuen sich zurecht bei den dort angesprochenen Zielgruppen meist sehr schnell großer Beliebtheit und können hohe Besucherquoten erzielen. Die Blogger investieren nahezu immer sehr viel Zeit, recherchieren aus verschiedensten Quellen und man merkt als “Mitleser” sehr schnell, wie intensiv sich der Blogger mit den Themen, zu denen er Artikel schreibt auch auseinandersetzt.

4. Blogger, die ihren Blog als “Sandsack” benutzen oder gar mit der “roten Couch” verwechseln

Diese Blogger nutzen ihren Blog oft zur Bewältigung des eigenen Frustes, schreiben sich all das von der Seele, was sie selbst an Ungerechtigkeiten, Hinterhältigkeiten, Boshaftigkeiten in der bösen weiten (nicht nur virtuellen) Welt anprangern wollen. Wenn es ihnen danach besser geht, ist die Welt doch wieder in Ordnung und sie haben sogar das Geld für ein Fitnessstudio, eine Muckibude oder gar den Psychiater gespart :-)

Solange jeder sich an gewisse Spielregeln hält, solange niemand irgendwelche vertraulichen Inhalte aus Gesprächen/Mails/Schriftstücken ohne Erlaubnis der Beteiligten veröffentlicht, solange niemand persönlich beleidigt oder gar mit üblen Schimpfwörtern bedacht wird, solange jedem Mitleser auch wirklich klar ist, dass ein Blog niemals wirklich neutral ist, solange niemand einen Blogeintrag als “einzige Wahrheit” betrachtet, solange hat natürlich auch jeder Blog seine Daseinsberechtigung

Bloggen macht frei !?! - Blogger sind frei !?!

Ja, aber nur solange, wie die persönliche Freiheit anderer nicht eingeschränkt wird. Wer sich an diese wenigen Grundregeln hält, wird mit seinem Blog die gesamte Bloggerwelt erfreuen.


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