headermask image

header image

Erwartungen

Gedankensplitter

Warum erwarten Menschen von ihren Mitmenschen eigentlich sehr oft Dinge,
die sie für sich selbst vielleicht als selbstverständlich ansehen?

Sie erwarten eine Entschuldigung, sie erwarten ein Dankeschön, sie erwarten Aufmerksamkeit, sie erwarten ein Bitte, sie erwarten …

Treffen sie nun auf einen Menschen, der vielleicht genau ihre Erwartungshaltung nicht erfüllt,
fällt es ihnen oft sehr schwer, dieses einfach zu akzeptieren.
Es passt nicht in ihr (oft engstirniges und eingefahrenes) Bild, dass sie wohl schon anerzogen bekommen haben.

Ist es so schwer, andere so zu akzeptieren, wie sie sind?

Wer viel erwartet, wird oft enttäuscht.
Wer nichts erwartet, wird oft angenehm überrascht.

Ich selbst habe mir abgewöhnt, von Menschen etwas zu erwarten.
Ich lasse mich überraschen,
oft unangenehm und manchmal (eher sehr selten) auch sehr angenehm.

Ich finde es besonders schlimm, wenn sich Menschen immer wieder nach außen verstellen, um eben die Erwartungshaltungen anderer auch zu erfüllen, um beliebt zu sein, um als “netter Mensch” angesehen zu werden.
Ist es wichtig, dass andere, die einem im Grunde genommen ziemlich egal sind, einen als sympathisch einstufen? Ist es richtig, sich deswegen (nach außen) in eine Norm zu quetschen, nur nicht “unangenehm aufzufallen”?

Mir ist es nicht wichtig, ich bin wie ich bin und werde es auch bleiben :-)
Mir ist es egal, ob ich irgendwelche Erwartungen anderer erfülle,
ob ich in deren Menschenbild passe, ob sie mich mögen oder auch nicht.

Man kann mich akzeptieren oder möge mich ignorieren.
Man sollte aber niemals etwas von mir erwarten, dass man vielleicht für sich als selbstverständlich ansieht

Mein Lebensmotto ist immernoch:

“Sei wie du bist, aber habe den Mut, es ganz zu sein.”

Gedankensplitter


Tags: , , , ,

Du möchtest immer auf dem Laufenden sein? Abonniere meine Feeds

3 Comments so far (Add 1 more)

  1. Über solche “Lächler” ärger ich mich immer besonders, weil die anscheinend denken mit mir könnten sie es machen. Im Prinzip sagt er mir damit: Hier du dummes Ding, schau mal ich lächle freundlich obwohl ich dich scheisse finde und du kannst nichts dagegen tun.
    Widerlich solche Menschen. Wenn ich was nicht lustig oder toll finde, dann eben nicht. Muss ja auch nicht immer alles klickibunti sein.

    1. Therese on Juli 24th, 2007 at 16:37
  2. Ja genau dieses falsche Lächeln meine ich Man spürt förmlich, dass es ein gezwungenes Lächeln ist und mir geht es dann oft so, dass ich das Gefühl habe, man war gezwungenermaßen “freundlich” weil man sich selbst einen Vorteil davon versprochen hat Wenn “der Mohr dann seine Schuldigkeit getan hat”, kann er gehen Es warten ja noch genug andere “Mohren” auf der Welt…

    Ich lächel dann, wenn mir aus meinem Inneren heraus danach ist. Man spürt die Wärme oder Kälte eines Lächelns eben. Und mich muss niemand anlächeln, um sich dann umzudrehen und über mich schlecht zu reden…

    2. Wu-Lan-Tong on Juli 24th, 2007 at 14:49
  3. Der Unterschied ist wohl dieser: Du denkst darüber nach warum es Erwartungshaltungen gibt und warum du dich anpassen sollst. Und entscheidest dann für dich, dass du das nicht mit machst, sondern bleibst wie du bist. Nun ist es ja bestimmt so, dass du bei einem festlichen Event nicht die Füße auf den Tisch legst, nicht furzt beim Essen, nicht laut rülpst und der Kellnerin nicht auf den Hintern klopfst. Sondern du hast eine gewisse Grundmanier, mit der es dir möglich ist die Grunderwartungen zu erfüllen ohne es bewusst zu tun um anderen zu gefallen.
    Dann gibt es aber andere, die sagen “Mir doch wurscht, ich mach was ich will” und sich dann eben provokativ daneben benehmen.
    Wenn jemand sagt: Reich mir mal das Brot - und ich reiche es ihm - dann erwarte ich wenigstens einen Blick, der Danke bedeutet. Es muss nicht einmal das Wort sein, aber ich finde es schön nicht ignoriert zu werden.
    Ansonsten stimme ich dir zu. Was ich nicht ausstehen kann sind Menschen, denen man förmlich ansieht, dass sie sich überdeutlich bemühen besonders elegant zu wirken. Oder dieses falsche Lächeln, wo du genau siehst was der tatsächlich von dir hält. Fürchterlich!

    3. Therese on Juli 24th, 2007 at 14:28

Post a Comment

Your email is never published nor shared.

Erstkommentare werden manuell freigeschaltet.