
Ich beschäftige mich schon sehr lange mit dem Thema Träume und auch Traumdeutung. Sehr oft ist mir passiert, dass ich etwas real erlebe, wo ich mir sicher bin, ich habe dieses schon geträumt. Es ist manchmal beängstigend.
Nachdem mir das häufiger passiert ist, habe ich mich inteniv mit dem Thema auseinandergesetzt, auch mit verchiedenen Traumsymbolen.
In einem meiner Bücher habe ich einen interessanten Text gefunden:
Alle Menschen träumen. Auch wenn Sie sich vielleicht nicht daran erinnern
können - Sie träumen trotzdem. Und zwar drei bis viermal pro Nacht insgesamt
ca. 2 Stunden lang. Statistisch gesehen hat eine Person, die 75 Jahre alt
ist in ihrem Leben mehr als 100.000 Träume gehabt. Wir träumen in bestimmten
Schlafphasen - vor allem kurz bevor wir aufwachen. Traumlos sind allein die
extremen Tiefschlafphasen.
Warum soll ich mich überhaupt mit meinen Träumen befassen?
Man kann sich fragen, warum man sich überhaupt mit Träumen beschäftigen
sollte. Manch einem erscheinen sie wie eine Art Abfallprodukt des Gehirns.
Andere träumen schlecht und wollen sich eigentlich gar nicht daran erinnern.
Und wieder andere wissen am nächsten Morgen gar nicht, ob und was sie
geträumt haben. Es ist aber lohnenswert, sich einmal mit den eigenen Träumen
zu beschäftigen, denn sie können uns viele wertvolle Hinweise geben -
einerseits über uns selbst und über unser Unterbewusstsein und andererseits
können wir sie als Quelle der Inspiration und für neue Ideen nutzen.
In unseren Träumen spricht unser Unterbewusstsein
Das wirklich Faszinierende an unseren Träumen ist, dass wir uns in ihnen von
jeglichen Begrenzungen und Zwängen befreien können. Da in unseren Träumen
unser Unterbewusstsein aktiv wird, kommen wir in Kontakt mit unserem
Ur-Innersten. Erkenntnisse durch Träume können sehr aufschlussreich sein,
wenn wir mehr über uns selbst erfahren wollen. Die Botschaften können uns
aber auch Angst machen.
Träume, die durch äußere Reize hervorgerufen werden
Häufig sind auch äußere Reize oder Impulse die Ursache von Traumbildern. So
können Sie beispielsweise Geräusche, Gerüche, Temperaturschwankungen (z.B.
wenn Ihre Decke verrutscht und Ihr Bein frei liegt) oder auch die Berührung
mit dem Stoff oder der Unterlage in Ihren Träumen verarbeiten. Darüber
hinaus verarbeiten wir auch konkrete Geschehnisse und Eindrücke - aus der
Gegenwart oder Vergangenheit. So träumen wir nach einem Film möglicherweise
die Handlung nach oder träumen von leidenschaftlichem Sex, nachdem wir
gerade mit unserem Partner geschlafen haben. Solche Träume haben keine
tiefere Bedeutung und sollten für eine psychologische Deutung nicht
herangezogen werden.
Und manch einer träumt wahr
Immer wieder scheint es auch das Phänomen der Wahrträume zugeben - also das
Vorwegträumen realer Ereignisse, die in der Zukunft tatsächlich eintreffen.
Das führt dann zu Dejavú-Erlebnissen, bei denen man denkt, eine Situation
schon mal erlebt zu haben. Diese Art von Träumen wird vor allem in der
Parapsychologie näher erforscht.
Luzides Träumen - Träume bewusst nutzen
Wir können unsere Träume auch selbst beeinflussen. So können Sie z.B. einen
Verfolgungstraum, den Sie immer und immer wieder haben, versuchen bewusst zu
verändern, indem Sie sich vor dem Einschlafen vornehmen, im Traum auf der
Flucht einfach stehen zu bleiben und den Verfolger anzusprechen. Sie stellen
sich dazu Ihren Traum vor Ihrem geistigen Auge vor und auch die veränderte
Handlung. Es bedarf ein bisschen der Übung, aber so können Sie quälende
Träume beenden.
Sie können dieses Phänomen auch so nutzen, dass Sie, wenn Sie z.B. neue
Ideen finden müssen, sich am Abend fest vornehmen, etwas zu der jeweiligen
Aufgabenstellung zu träumen. Notieren Sie sich dann beim Aufwachen sofort
alles, an das Sie sich erinnern können, auch wenn es scheinbar zunächst
nichts mit Ihrer Ideensuche zu tun hat. Oft sehen wir die Verbindung erst,
wenn wir Abstand gewonnen haben. Von dem Chemiker Friedrich A. Kekulé wird
z.B. behauptet, dass er verzweifelt auf der Suche nach der Formel für Benzol
war, als er eines Nachts von einer Schlange träumte. Zunächst konnte er
damit nichts anfangen, fand aber dann durch das Bild der Schlange die
Ringformel für das Benzol.
Traumdeutung - Ursprung und Entwicklung
Früher wurden Träume meist zur Zukunftsdeutung genutzt. Erst Sigmund Freud
sah in den Symbolen und Bildern der Träume die Möglichkeit, diese
psychologisch auszuwerten und damit die Person besser zu verstehen. Für
Sigmund Freud stammten die Bilder in den Träumen aus dem Unterbewusstsein
und stellten Elemente oder Gedanken dar, die der Mensch zuvor verdrängt
hatte. Er unterschied aber zwischen den ursprünglichen verdrängten Elementen
und den Traumbildern insofern, als dass das Ich (der bewusste Teil) die
unbewussten Elemente in Traumbildern chiffriert. Nur so kann der Mensch
trotz der Konfrontation mit den unbewussten Elementen ruhig weiterschlafen.
In der Psychoanalyse nach Sigmund Freud werden Träume interpretiert und es
wird versucht, die eigentlich unbewussten Elemente zu finden. Sigmund Freud
und später auch C.G. Jung nahmen an, dass Träume zusätzlich ererbte
archaische Elemente enthalten, die sich aus den Erfahrungen der Vorfahren
der Person bilden. Demnach wurden einige Symbole als sogenannte Archetypen
bezeichnet und entsprechend gedeutet.
Erste Voraussetzung: sich an die Träume erinnern
Um sich mit den eigenen Träumen befassen zu können, muss man sich zunächst
überhaupt an sie erinnern können. Traumbilder verflüchtigen sich oft so
schnell, dass wir nur noch vage Erinnerungsfetzen im Kopf haben und sie
schnell komplett vergessen. Sie können es aber trainieren, sich an Ihre
Träume zu erinnern. Dazu können Sie z.B. folgendes tun:
Nehmen Sie sich am Abend bevor Sie einschlafen fest vor, sich am
Morgen an Ihre Träume erinnern zu können.
Legen Sie Stift und Papier neben das Bett und schreiben Sie
sofort, wenn Sie aufwachen (auch mitten in der Nacht) auf, an was Sie sich
alles erinnern können. Wenn Sie die Bilder nicht in Worten ausdrücken
können, zeichnen Sie, was geschehen ist.
Gehen Sie Ihren Traum noch einmal im Geiste durch, wenn Sie gerade
beim Aufwachen sind und sich noch im Halbschlaf befinden.
Erinnern Sie sich an Ihre Träume, bevor Sie aus dem Bett steigen.
Der Kontakt Ihrer Füße mit dem Boden bringt Sie symbolisch und körperlich in
die reale Welt. Das kann das Vergessen der Träume verstärken.
Geben Sie nicht gleich auf, sondern nehmen Sie sich immer wieder
vor, sich an die Träume zu erinnern. Schreiben Sie auch kleine
Erinnerungsstücke auf, die Ihnen vielleicht zunächst bedeutungslos
erscheinen. So signalisieren Sie Ihrem Unterbewusstsein , dass Sie ein
wirkliches Interesse an seinen Botschaften haben.
Deuten Sie Ihre Träume immer subjektiv für sich
Entscheidend ist, dass Sie Ihre Träume ganz persönlich für sich selbst
auswerten und nicht einfach nur irgendwelchen Schemata, Vorgaben oder
Hinweisen anderer folgen. Ihre Träume sind etwas sehr persönliches und
letztlich liegt der Schlüssel zu den Bildern in Ihnen selbst.
Traumdeutungslexika sind eine gute Grundlage, aber viel wichtiger ist es,
dass Sie in sich hineinhorchen und herausfinden, welche Bedeutung ein Bild
oder ein Symbol für Sie ganz persönlich hat. Seien Sie dabei nicht allzu
verbissen, denn nicht immer sollten wir in unsere Traumbilder einen tieferen
Sinn hineindeuten. Vielleicht können Sie eine offene und spielerisch
neugierige Herangehensweise entwickeln. So werden Ihnen die Botschaften
Ihres Unterbewusstseins am ehesten verständlich. Schreiben Sie sich Ihre
spontanen Ideen und Deutungen immer gleich zu Ihrem Traum auf. So können Sie
auch später noch einmal darüber nachdenken und dann fallen Ihnen vielleicht
noch weitere Deutungsmöglichkeiten ein.
Traumaufzeichnungen miteinander vergleichen und in Beziehung setzen
Es kann sehr sinnvoll sein, die eigenen Träume über eine gewisse Zeit hinweg
zu beobachten und auszuwerten. Wenn Sie Ihre Träume aufschreiben, können Sie
sie leicht miteinander vergleichen und die Aussagen in Beziehung setzen.
Traumarbeit als Methode für Therapie und Selbsterkenntnis
Viele Therapeuten setzen die Traumarbeit in Therapien oder
Selbsterfahrungsseminaren ein. So können Sie mit professioneller Hilfe
vielleicht einige Aussagen Ihres Unterbewusstseins erkennen, die Ihnen sonst
unerklärlich geblieben wären. In für Sie besonders wichtigen und
aufreibenden Lebensphasen können Sie Ihren Träumen eine besondere
Aufmerksamkeit widmen, denn sie beinhalten vielleicht hilfreiche Hinweise,
z.B. wenn es darum geht, Entscheidungen zu treffen oder Ereignisse zu
verstehen. Reden Sie auch mit anderen Menschen über Ihre Träume - manchmal
kommen von außen sehr aufschlussreiche Hinweise.
Quelle:
ABC der Träume (Renate Koch)

Tags: Traum, Traumdeutung, Traumsymbole




































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