Was geschah* am 20.9.?
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“Geburt” des Islam - Der islamische Religionsstifter Mohammed wanderte mit seinen Anhängern nach Medina. Von dort aus begann die Mission der arabischen Welt zum islamischen Glauben. Die Verse des Heiligen Koran bilden den Kern der islamischen Lehre. Die in diesen Versen erwähnten Grundsätze für das Handeln entsprechen im weitesten Sinne der Pflichterfüllung des Menschen gegenüber Gott und den Menschen. Das Gebet zu Gott ist die wesentliche Pflicht des Menschen gegenüber Gott. Die Wanderung Mohammeds wird als der Anfang der islamischen Zeitrechnung bezeichnet. Der eigentliche Name Mohammeds lautete Abdul Kasim Muhammed Ibn Abdallah. Er stammte aus einer armen Familie. 595 heiratete er die wohlhabende Witwe Chadidscha. Im Alter von 40 Jahren hatte Mohammed eine Vision und fühlte sich zum Propheten der Offenbarung Gottes (Allah) berufen.
1697
Frieden von Rijswijk - Vertreter Englands, Frankreichs, Spaniens und der Niederlande unterzeichneten im niederländischen Rijswijk einen Friedensvertrag, der den Pfälzischen Erbfolgekrieg beendete. Danach musste sich Frankreich aus den Gebieten östlich des Rheines zurückziehen, gewann aber das Elsass und Strassburg dazu. Ausgebrochen war der Krieg am 24. September 1688. Französische Truppen unter der Leitung Ludwigs XIV. eroberten Philippsburg und besetzten die Pfalz. Nach dem Tode des Kurfürsten Karl (1685) hatte dieser seine Ansprüche auf Teile des pfälzischen Gebietes geltend gemacht. Gegen ihn kämpfte Kurfürst Johann Wilhelm, der in Geheimverhandlungen mit Ludwig XIV. die Rückgabe einiger Gebiete im Frieden von Rijswijk zu sichern schaffte.
1792
Kanonade von Valmy - Das Artilleriegefecht bei Valmy zwischen den französischen Truppen auf der einen und den vereinten preußischen und österreichischen Truppen auf der anderen Seite hatte eine demoralisierende Wirkung auf die preußischen Soldaten. Die preußischen Einheiten litten unter Nachschubschwierigkeiten, so dass sie sich zum Rückzug entschlossen. Die vereinten Truppen von Österreich und Preußen waren im Frühjahr 1792 in Frankreich eingefallen, wobei sich bereits früh Mängel in der Logistik bemerkbar machten, die zum Stocken des Vormarsches in der Champagne führten. Am 1. Februar 1793 erklärte Frankreich England und Holland den Krieg. Die absolutistischen Mächte Europas sahen sich in ihrer Existenz bedroht und reagierten auf die Kriegserklärung mit der Bildung einer antirevolutionären Koalition, zu der sich Österreich und Preußen verbündeten.
1931
Misslungene Nordpolexpedition - Nach dem vergeblichen Versuch, mit seinem U-Boot “Nautilus” den Nordpol unter dem Eis hindurch zu erreichen, kehrte der australische Forscher George Hubert Wilkins in den Hafen von Bergen / Norwegen zurück. Wilkens, der am 16. April 1928 den ersten Flug über die Antarktis erfolgreich beendet hatte, hatte sich das U-Boot ausgeliehen und war von Spitzbergen aus Richtung Nordpol gestartet. Am 82. Breitengrad musste er die Expedition wegen der schlechten Wetterverhältnisse und technischer Probleme abbrechen. 1958 gelang es einem atomgetriebenen US-amerikanischen Unterseeboot - das ebenfalls “Nautilus” hieß - Wilkens Pläne zu verwirklichen und die Arktis in 96 Stunden zu unterqueren.
1934
Sophia Loren - Eigentlich Sofia Scicolone, italienische Filmschauspielerin. Sophia Loren wurde in Rom geboren. 1950 begann sie als Komparsin in Mervyn LeRoys “Quo Vadis?”. Ihre erste größere Rolle spielte sie bei Giovanni Roccardi in “Weiße Frau in Afrika” (1952). Der Opern-Film “Aida” (1953) führte zur Begegnung mit Carlo Ponti, den sie 1957 heiratete. Mitte der 1950er Jahre gingen Loren und Ponti nach Hollywood. Aber weder der Film “Der Knabe auf dem Delphin” (1956) noch “Stolz und Leidenschaft” (1957) brachten den Durchbruch. In Italien gelang ihr mit De Sicas “Und dennoch leben sie” ein Erfolg. Sophia Loren erhielt den Schauspielerpreis in Cannes und einen Oscar. Der italienische Regisseur Ettore Scola inszenierte die Charakterdarstellerin an der Seite von Marcello Mastroianni in “Ein besonderer Tag”. 1995 spielte sie in “Der dritte Frühling” neben Walter Matthau und Jack Lemmon.
1946
Cannes-Filmfestival - In Cannes/Südfrankreich fand zum ersten Mal das “Festival International du Film” statt. Eigentlich war es für 1939 geplant, doch der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges verhinderte das Festival. Innerhalb von zehn Jahren etablierte sich Cannes als führendes europäisches Filmfestival, obwohl es 1948 und 1950 wegen finanzieller Schwierigkeiten abgesagt werden musste und anfangs bemängelt wurde, dass sämtliche Jurymitglieder Franzosen seien. Das Gremium wurde internationalisiert und die “Goldene Palme” gilt seither als Qualitätsbeweis und ist bei Produzenten, Regisseuren und Schauspielern beliebt. Cannes avancierte zu einem Zentrum des europäischen Films und die “Goldene Palme” stellt seitdem eine wichtige Konkurrenz zum US-amerikanischen Oscar dar.
1951
Interzonenhandel - Unbefristet und unter Einbeziehung Berlins konnte das Paragraphenwerk nach längeren Querelen endlich unterschrieben werden. Ungeachtet aller Polemik, mit der sich beide deutsche Staaten in den folgenden Jahren gegenseitig überschütteten, ging dieser gesamtdeutsche Kontakt weiter. Leise, unauffällig, aber effizient diente er beiden Seiten.
1963
Hitchcocks “Die Vögel” - In Deutschland hatte der Thriller “Die Vögel” (”The Birds”
von Alfred Hitchcock Premiere. In den Hauptrollen sind Tippi Hedren und Rod Taylor zu sehen. Der Film handelt vom idyllischen Küstenort Bodegan Bay, der von aggressiver Vögeln angegriffen wird. Die Einwohner und Einwohnerinnen werden in Angst und Schrecken versetzt. Hitchcock bewies in diesem Film einmal sein Können, bedrohliche Szenarien zu gestalten. Durch seinen Kunstgriff, als friedlich bekannte Vögel kreischend auf entsetzte Menschen stürzen zu lassen, lässt er jedes alltägliche Requisit in diesem Film unversehens doppeldeutig und bedrohlich erscheinen. Hitchcock kombinierte für einzelne Szenen mehrere Dutzend verschiedener Trickverfahren.
1985
Minister stürzt über Greenpeaceaffäre - Am 20. September 1985 trat der französische Verteidigungsminister Charles Hernu von seinem Amt zurück. Anlass war die Versenkung der “Rainbow Warrior” im neuseeländischen Auckland. Das Schiff der Umweltschutz-Organisation Greenpeace war im Auftrag des französischen Geheimdienstes versenkt worden.
1988
RAF-Anschlag auf Tietmeyer - Die “Rote Armee Fraktion” (RAF) verübte einen Mordanschlag auf den Staatssekretär Hans Tietmeyer. Mit einer Schrotflinte schossen die Täter, die später unter den Namen “Kommando Khaled AKER” bekannt wurden, auf das ungepanzerte Auto des Politikers. Das Attentat scheiterte - Tietmeyer und sein Fahrer blieben unversehrt. Gleichzeitig teilten die RAF und die italienische Terrorgruppe “Brigate Rosse-PCC” mit, künftig zusammen zu arbeiten. Die politische Verantwortung für das Attentat wurde im März 1989 von den “Roten Brigaden” übernommen. Im darauf folgenden Prozess wurde die Mittäterschaft der RAF-Terroristin Birgit Hogefeld von den Richtern als erwiesen angesehen. Das Urteil gegen Hogefeld wurde 1993 teilweise aufgehoben.
*Zusammengestellt aus verschiedenen Kalendern der Jahre 2000 - 2007
Tags: Alltag, Datum, Ereignisse, Kalender, Review




































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