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	<title>Kulinarische Kindheitserinnerungen</title>
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	<pubDate>Sat, 11 Feb 2012 17:11:28 +0000</pubDate>
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		<title>Kulinarische Kindheitserinnerungen</title>
		<link>http://volldoll.de/2007/09/24/kulinarische-kindheitserinnerungen/#comment-368</link>
		<author>FrancisBacon</author>
		<pubDate>Tue, 25 Sep 2007 12:17:11 +0000</pubDate>
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		<description>Das ist gar nicht so einfach. Mir f&#228;llt zun&#228;chst immer der aufgew&#228;rmte Fra&#223; ein, den mir meine Gro&#223;mutter vorgesetzt hat, nachdem ich 1 Stunde nach Schulschluss mit dem Bus nach Hause kam.

Trotzdem gab es auch in meiner Kindheit kulinarische H&#246;hepunkte. Dazu geh&#246;rt die Buttercremetorte, die mein Vater (gelernter B&#228;cker) zu jedem Geburtstag herstellte. Warum mein Vater die Herstellung des Wiener Bodens und der Creme meiner Mutter &#252;berlie&#223; und eigentlich immer unzufrieden mit dem Ergebnis war, wird sein Geheimnis bleiben. Die Torte hat trotzdem k&#246;stlich geschmeckt.

Eine weitere K&#246;stlichkeit stellt auch heute noch f&#252;r mich der Schlesische Kartoffelsalat dar. Die Besonderheit besteht in einer eher kuriosen Zutat: Bismarckhering. Selbst Fischliebhabern wird bei dem Gedanken an Fisch im Kartoffelsalat m&#246;glicherweise schaudern. Aber ich kann best&#228;tigen, dass diese ungew&#246;hnliche Zutat einen gew&#246;hnlichen Kartoffelsalat zu einer K&#246;stlichkeit macht.

Die dritte Speise, die ich ganz stark mit meiner Kindheit verbinde, ist  etwas, was ich bei einem Ferienaufenthalt in Gronau kennen gelernt habe: Brot mit Butter und Bananenscheiben, &#252;berstreut mit Schokoladenstreusel aus Holland (Enschede). Das sollte ich mal wieder essen. Die Schokostreusel gibt es inzwischen auch in Deutschland.

Getr&#228;nke, die ich mit meiner Kindheit verbinde, zu benennen f&#228;llt mir noch schwerer. Gut und gerne kann ich mich an einen Brunnen in Wei&#223;bach (Sachsen) erinnert, aus dem ich w&#228;hrend meiner zahlreichen Sommerferienaufenthalte getrunken habe. Das Wasser war derma&#223;en kalt, dass ab einer bestimmten Menge meine Stirnh&#246;hlen anfingen zu schmerzen. Da der Schmerz aber auch schnell wieder verflog, konnte ich es nicht lassen immer wieder dieses k&#246;stliche Wasser zu trinken. Wahrscheinlich kommt daher meine Vorliebe f&#252;r m&#246;glichst naturbelassenes Wasser ohne Kohlens&#228;ure - auch Kranenburger genannt.

Das zweite hier zu nennende Getr&#228;nk muss in einem Zusammenhang  zu Sommerferienaufenthalten in Cottbus und im Spreewald (wg. der N&#228;he zu Berlin) stehen. Es ist Fassbrause, eine Limonade mit nat&#252;rlichen Frucht- und Kr&#228;uterzutaten. Ein interessanter Artikel zur Fassbrause ist bei taz erschienen: http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&#38;dig=2005/06/25/a0232.

Ein kleiner Auszug: "[N]&#252;chtern sind Ahorn, Blauwal, CCFliege, Donner, Elok, Fa&#223;brause, Granulat, Hofrichter, Irratio und der Orden Societas Jesu", schrieb der Dichter Horst Tomayer in dem die Wortkunst k&#252;hl zu Ende denkenden Text "Nein zum Rausch" (1995).

&#220;ber das dritte Getr&#228;nk aus meiner Kindheit k&#246;nnte man vortrefflich streiten, da es nicht ganz klar ist wie weit die Kindheit reicht. Ich k&#246;nnte mich auf jeden Fall noch damit herausreden, dass ich erst mit 21 Jahren vollj&#228;hrig geworden bin. Das Getr&#228;nk ist Bier. Zun&#228;chst Malzbier in der einzigen Gastwirtschaft von Bremsnitz (Th&#252;ringen) nat&#252;rlich w&#228;hrend eines Sommerferienaufenthalts, ihr habt es sicher schon geahnt. Sp&#228;ter, so ca. ab meinem 14. Lebensjahr (im Sommer des Jahres, in dem ich 15 geworden bin) auch Bier vom Fass z.B. beim Siedlerfest in der Kleingartenanlage des schon erw&#228;hnten Wei&#223;bach / Sachsen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist gar nicht so einfach. Mir f&#228;llt zun&#228;chst immer der aufgew&#228;rmte Fra&#223; ein, den mir meine Gro&#223;mutter vorgesetzt hat, nachdem ich 1 Stunde nach Schulschluss mit dem Bus nach Hause kam.</p>
<p>Trotzdem gab es auch in meiner Kindheit kulinarische H&#246;hepunkte. Dazu geh&#246;rt die Buttercremetorte, die mein Vater (gelernter B&#228;cker) zu jedem Geburtstag herstellte. Warum mein Vater die Herstellung des Wiener Bodens und der Creme meiner Mutter &#252;berlie&#223; und eigentlich immer unzufrieden mit dem Ergebnis war, wird sein Geheimnis bleiben. Die Torte hat trotzdem k&#246;stlich geschmeckt.</p>
<p>Eine weitere K&#246;stlichkeit stellt auch heute noch f&#252;r mich der Schlesische Kartoffelsalat dar. Die Besonderheit besteht in einer eher kuriosen Zutat: Bismarckhering. Selbst Fischliebhabern wird bei dem Gedanken an Fisch im Kartoffelsalat m&#246;glicherweise schaudern. Aber ich kann best&#228;tigen, dass diese ungew&#246;hnliche Zutat einen gew&#246;hnlichen Kartoffelsalat zu einer K&#246;stlichkeit macht.</p>
<p>Die dritte Speise, die ich ganz stark mit meiner Kindheit verbinde, ist  etwas, was ich bei einem Ferienaufenthalt in Gronau kennen gelernt habe: Brot mit Butter und Bananenscheiben, &#252;berstreut mit Schokoladenstreusel aus Holland (Enschede). Das sollte ich mal wieder essen. Die Schokostreusel gibt es inzwischen auch in Deutschland.</p>
<p>Getr&#228;nke, die ich mit meiner Kindheit verbinde, zu benennen f&#228;llt mir noch schwerer. Gut und gerne kann ich mich an einen Brunnen in Wei&#223;bach (Sachsen) erinnert, aus dem ich w&#228;hrend meiner zahlreichen Sommerferienaufenthalte getrunken habe. Das Wasser war derma&#223;en kalt, dass ab einer bestimmten Menge meine Stirnh&#246;hlen anfingen zu schmerzen. Da der Schmerz aber auch schnell wieder verflog, konnte ich es nicht lassen immer wieder dieses k&#246;stliche Wasser zu trinken. Wahrscheinlich kommt daher meine Vorliebe f&#252;r m&#246;glichst naturbelassenes Wasser ohne Kohlens&#228;ure - auch Kranenburger genannt.</p>
<p>Das zweite hier zu nennende Getr&#228;nk muss in einem Zusammenhang  zu Sommerferienaufenthalten in Cottbus und im Spreewald (wg. der N&#228;he zu Berlin) stehen. Es ist Fassbrause, eine Limonade mit nat&#252;rlichen Frucht- und Kr&#228;uterzutaten. Ein interessanter Artikel zur Fassbrause ist bei taz erschienen: <a href="http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&amp;dig=2005/06/25/a0232." rel="nofollow" target="_blank" class="liexternal"></a><a href='http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&amp;dig=2005/06/25/a0232'>http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&amp;dig=2005/06/25/a0232</a>.</p>
<p>Ein kleiner Auszug: &#8220;[N]&#252;chtern sind Ahorn, Blauwal, CCFliege, Donner, Elok, Fa&#223;brause, Granulat, Hofrichter, Irratio und der Orden Societas Jesu&#8221;, schrieb der Dichter Horst Tomayer in dem die Wortkunst k&#252;hl zu Ende denkenden Text &#8220;Nein zum Rausch&#8221; (1995).</p>
<p>&#220;ber das dritte Getr&#228;nk aus meiner Kindheit k&#246;nnte man vortrefflich streiten, da es nicht ganz klar ist wie weit die Kindheit reicht. Ich k&#246;nnte mich auf jeden Fall noch damit herausreden, dass ich erst mit 21 Jahren vollj&#228;hrig geworden bin. Das Getr&#228;nk ist Bier. Zun&#228;chst Malzbier in der einzigen Gastwirtschaft von Bremsnitz (Th&#252;ringen) nat&#252;rlich w&#228;hrend eines Sommerferienaufenthalts, ihr habt es sicher schon geahnt. Sp&#228;ter, so ca. ab meinem 14. Lebensjahr (im Sommer des Jahres, in dem ich 15 geworden bin) auch Bier vom Fass z.B. beim Siedlerfest in der Kleingartenanlage des schon erw&#228;hnten Wei&#223;bach / Sachsen.</p>
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