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SinnSprüche - Zeit ist Geld - NL 24.9.07

Lyriksplitter2r

Und hier der Newsletter Sinnsprüche, den ich regelmäßig bekomme

Thema:
Der Mensch opfert in der ersten
Hälfte seines Lebens
seine Gesundheit für den Reichtum,
um in der zweiten Hälfte zu versuchen,
den Reichtum wieder
in Gesundheit zu verwandeln…
unbekannt

Gedanken:
Letzte Woche war ich in Urlaub. Schon wieder.

Denn vor Kurzem war ich doch zum ersten Mal seit über zehn Jahren für eine Woche in Ungarn. Jetzt - für meine Verhältnisse also nach sehr kurzer Zeit - ging’s nach Italien.

Vier wundervolle Tage in einem Land, das wir in nur wenigen Autostunden erreichen können… in dem aber doch so ganz andere Sitten herrschen. Alleine schon die Essensgewohnheiten… und dann natürlich die “Siesta”. Zwar kann ich mich persönlich nicht damit anfreunden, sooo spät abends noch dermaßen ausgiebig zu essen… aber das mit der gesunden Gemütlichkeit habe ich mittlerweile schon recht gut gelernt.

In Venedig waren wir auch einen Tag - da merkte ich gleich wieder, wie sehr ich doch ein “Landmensch” bin, der die Stille liebt. Die Menschenmengen und der ganze Trubel… uff… das hat mich wirklich geschlaucht.

Irgendwie erinnert mich das an den Satz von Laurence Sterne:
Nirgends strapaziert sich der Mensch so sehr
wie bei der Jagd nach Erholung.
Laurence Sterne

Fotos habe ich auch einige gemacht - da werde ich bestimmt mal welche hier zeigen. Sogar einen Film gibts… aber da verspreche ich erst gar nicht, ihn hier bald zu präsentieren. Denn wenn ich mir ansehe, wie lange es schon her ist, als ich das letzte Mal hier im Newsletter ein paar Bilder gezeigt habe… dann bin ich schon froh, alleine die Fotos in den nächsten Wochen fertig zu bekommen… :-)

Soweit zu den aktuellen, “persönlichen Ereignissen”. In den SinnSprüchen dreht sich gleich alles um einen kleinen, schönen Text, der mich zum heutigen Thema inspiriert hat. Daher verschiebe ich auch die “Nur im Newsletter”-Region ausnahmsweise nach vorne.

Ich war übrigens kurz davor, diese Woche eine kleine Pause einzulegen. Den Urlaub sozusagen auf die SinnSprüche zu erweitern.

Na - wie du siehst, habe ich mich doch noch anders entschieden. Nichts desto trotz: Nicht wundern, wenn es einmal einen Wochenbeginn ohne Newsletter gibt - ich merke, daß die Arbeit sehr viel Energie und Zeit in Anspruch nimmt. Da tut es mir gut, wenn ich meinem Versand ein kleines Hintertürchen offen lasse und von dem Dogma “Jeden Montag ist der Newsletter fertig zu stellen” abkomme. Eine gesunde Einstellung habe ich in der Richtlinie gefunden “Einmal im Monat darf Pause sein” (Ganz so viele Pausen werden’s zwar bestimmt nicht werden… aber jeder andere Satz wäre viel zu kompliziert *g*).

Also - genieße nun diese Ausgabe - ich bin sicher, es sind wieder interessante Gedankengänge für Dich dabei!

Fernöstlich:
Reich ist, wer keine Schulden hat,
glücklich, wer ohne Krankheit lebt.
Mongolisches Sprichwort

Special:
Also - wie gesagt - ausnahmsweise dieser Teil des Newsletter schon jetzt.

Ich lese gerne jeden Morgen ein paar Zeilen, um den Tag mit angenehmen Gedanken zu beginnen. Eines der Bücher, die ich dabei unter Anderem täglich zur Hand nehme ist momentan Rüdiger Dahlkes “Von der Weisheit unseres Körpers”. Die Texte sind angenehm kurz und ganz nach meinem Geschmack.

Vor wenigen Tagen ging es um das Thema “Zeit ist Geld” und das gab den besagten Ausschlag für den heutigen Newsletter. Im Grunde ist es eine ausführlichere und umfassendere Betrachtung des heutigen Themenspruchs - hier zur Erinnerung:

Der Mensch opfert in der ersten
Hälfte seines Lebens
seine Gesundheit für den Reichtum,
um in der zweiten Hälfte zu versuchen,
den Reichtum wieder
in Gesundheit zu verwandeln…
unbekannt

Noch eine kurze Erklärung, bevor’s losgeht: Am Anfang steht eine Frage, die an “die Gesundheit” gestellt wird. Gemäß dem Titel des Buches antwortet dann schließlich “die Weisheit unseres Körpers”:

Für uns ist Zeit Geld, und müssen wir nicht arbeiten und Geld verdienen, um zu leben? So vergeht uns die Zeit mit Arbeit und fehlt uns dann zum Leben und für die Maßnahmen, die uns Dir näher bringen könnten.

So mag es euch erscheinen, aber die Wirklichkeit ist anders. Macht euch bewusst, dass die Gleichung Zeit = Geld, um die herum ihr eure Gesellschaft und euer Leben organisiert habt, immer falsch war und es auch bleiben wird. Jede stimmige Gleichung zeichnet sich dadurch aus, dass sie sich umkehren lässt. Wenn Zeit Geld wäre, müsste Geld auch Zeit sein. Da aber liegt der Denkfehler. Denn noch nie hat sich einer, und wenn er sich noch so viel Geld erschuftet hat, am Ende des Lebens dafür Zeit kaufen können. Der Versuch, für viel Geld einer Diagnose zu entgehen, die die Lebenszeit drastisch einschränkt, endet immer in einer ebenso späten wie bitteren Enttäuschung.

Je früher ihr mit der Illusion, dass Zeit Geld sei, aufräumt, desto mehr Zeit bleibt euch. Ihr braucht sie dann nicht in Geld anzulegen, das ihr nachher nicht zurückwechseln könnt. Wer würde sein Geld schon in Gold anlegen, wenn er es nicht irgendwann zurücktauschen könnte. Da aber niemand – auch nicht der beste Mediziner der Welt – für Geld Lebenszeit auszahlen kann, braucht ihr auch nicht so viel Zeit in Geld anzulegen. Das ist eine sichere Fehlinvestition, die sich nicht auszahlt.

Überlegt auch also, wie ihr Zeit besser anlegen könnt, sodass euer Leben an dieser Investition wachsen und gedeihen kann und eure Entwicklung Fortschritte macht, die ihr genießen könnt und die euch dem großen Ziel näher bringen – und damit auch mir. Wenn ihr alle Zeit dem Geldverdienen opfert, dann bleibt euch nicht einmal die Zeit, die Illusion der Zeit zu durchschauen, weil ihr fortwährend in diese Illusion investiert. Wenn es aber gar keine Zeit gibt, habt ihr plötzlich alle Zeit, ihr braucht sie euch nur zu nehmen.

Aus “Von der Weisheit unseres Körpers”
von Rüdiger Dahlke (ISBN 3426873281)

Sinnsprüche:
Noch ein paar weitere Gedanken zum Thema Geld.

Sehr bezeichnend finde ich diesen SinnSpruch, der eine weitere, einfache Regel ziemlich drastisch deutlich macht:

Wer nichts weiter tut,
als Geld verdienen,
verdient auch nichts weiter
als Geld.
unbekannt

Und wenn wir schon einmal bei den drastischen Worten sind:

Geld ist zum ausgeben da.
Denn es macht wenig Sinn,
später einmal der reichste
auf dem Friedhof zu sein.
Barbara Cartland

Nun zu einem sehr berühmen, und einem sehr reichen Mann. Ein Name, der - so empfinde ich es - mittlerweile zu einem Synonym für Reichtum geworden ist: Aristoteles Onassis.

Er starb vor 32 Jahren (1975) als Multimillardär. Hochgearbeitet hat sich der griechische Reeder quasi “aus dem Nichts”. Seine interessante Geschichte ist in Wikipedia beschrieben: http://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles_Onassis

Umso bemerkenswerter finde ich es, daß die folgenden beiden Zitate von eben diesem Mann stammen - jemandem, der sich wirklich auskennt, wenn es um Reichtum geht:

Ein reicher Mann
ist oft nur ein armer Mann
mit sehr viel Geld.
Aristoteles Onassis

Und sein Vermächtnis an die Nachwelt lautet:

Wer behauptet,
mit Geld sei alles möglich, der beweist nur,
dass er nie welches gehabt hat!
Aristoteles Onassis

Sehr ähnlich und doch aus einer ganz anderen Richtung kommend ist dieser Gedanke, den man auf zweierlei Arten betrachten kann. Zum einen humorvoll… quasi als “Witz”.

Zum anderen aber auch tiefgründig… den es gibt leider genügend Menschen (ich wage zu behaupten, es ist die überwiegende Mehrzahl), die “genügend” Geld haben. Die es aber nicht wirklich “besitzen”, weil sie es horten oder übermäßig (ängstlich) sparen statt es einzusetzen… statt es für sich zu verwenden:

Geld allein
macht nicht glücklich,
man muß es auch besitzen.
unbekannt

Zum Schluß noch einmal eine Prise Humor - von Mark Twain - natürlich nicht ohne den erforderlichen
“SinnSprüche-Tiefgang”:

Wenige von uns
können Wohlstand ertragen.

Den eines anderen, meine ich.
Mark Twain

Ausklang:
So weit - so gut.

Als kleines Motto für diese Woche möchte ich Euch einen Spruch mitgeben, den ich aus zwei Gründen ausgewählt habe:

Erstens bringt er uns auf einen ganz hervorragenden Grundgedanken zurück, den wir uns immer wieder bewußt machen müssen. Ja, ich sage “müssen”. Ein Wort, welches ich sehr selten verwende. Aber in diesem Falle drücke es einfach die “Notwendigkeit” (auch ein sehr bezeichnendes Wortpaar) treffend aus. Denn die Werbe-Maschinerie ruht nicht, uns einzutrichtern, wie wichtig es doch ist, reich, jung und schön zu sein…

Ach, genau - der zweite Grund: Dieser SinnSpruch ist einfach wieder einmal “tricky” - er erschließt sich erst auf den zweiten oder dritten Blick:

Nicht alle Reichen sind glücklich,
jedoch alle Glücklichen reich!
unbekannt

In diesem Sinne wünsche ich Dir eine schöne Woche!

Anregung: Betrachte doch die nächsten Tage bewußt all Deine Reichtümer - und zwar besonders jene, welche man nicht mit Geld bewerten kann…

…und erkenne somit, wie reich Du doch wahrlich bist!

Die SinnSprüche der Woche - der beliebte Newsletter zum lesen und hören: Unter www.sinnsprueche.de präsentiere ich jeden Sonntag eine kleine, bewußte Sammlung handverlesener “Spruch-Perlen” und tiefer Weisheiten. Zehn Minuten Philosophie für einen guten Start in die Woche…

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Ich freue mich natürlich, wenn Du die "Sprüche der Woche" an Freunde und Bekannte weiterleitest - dies ist ausdrücklich erwünscht… vielen Dank!
© Anton Korduan, www.korduan.de

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