Was geschah* am 2.10.?
1869
Mahatma Gandhi geboren (†30.1.1948) - Eigentlich Mohandas Karamchand Gandhi. Indischer Freiheitskämpfer, Rechtsanwalt und Politiker. Gandhi studierte Jura in London und kehrte 1891 nach Indien zurück. 1893 übersiedelte er nach Südafrika, um dort für die afrikanische Niederlassung einer indischen Firma zu arbeiten. Gandhi blieb 21 Jahre in Südafrika, wo er sich gegen die Diskriminierung der indischen Minderheit einsetzte. Von 1914 an rief er in Indien die Bevölkerung zum passiven Widerstand gegen die Engländer auf. 1948 wurde er von einem Hindu-Fanatiker ermordet. Mit der von ihm entwickelten Methode des gewaltfreien Widerstands schuf Gandhi die Voraussetzungen für den Kampf der indischen Bevölkerung um ihre Unabhängigkeit vom British Commonwealth.
1889
Erste Panamerikanische Konferenz - In Washington wurde die erste Panamerikanische Konferenz eröffnet. Sie fand unter der Leitung von James G. Blaine statt, Außenminister der damaligen Regierung unter Präsident Benjamin Harrison. Auf der Konferenz wurde das “Internationale Büro der Amerikanischen Republiken” gegründet. Die Institution hatte das Zusammenstellen und Veröffentlichen von Informationen aus den verschiedenen Republiken zur Aufgabe. Die USA erhofften sich dadurch einen größeren politischen und wirtschaftlichen Einfluss auf Lateinamerika.
1925
Premiere “La Revue Nègre” - Bei der Premiere von “La Revue Nègre” am 2. Oktober 1925 in Paris ist die Baker 19 Jahre alt. Sie kommt aus den Slums von St. Louis/Missouri. Mit acht Jahren muss sie als Dienstmädchen arbeiten, mit dreizehn schließt sie sich einer drittklassigen Theatertruppe an. Sie hat nichts - nur ein beispielloses künstlerisches Talent und den unbedingten Willen, etwas aus sich zu machen.
1926
“Panzerkreuzer Potemkin” - Der Stummfilm “Panzerkreuzer Potemkin” des sowjetischen Regisseurs Sergej Eisenstein wurde erstmals in deutschen Kinos gezeigt. Die Film-Oberprüfstelle in Deutschland gab den Film nach dem zweiten Testverfahren schließlich zur Ausstrahlung frei. Widerstand aus dem deutschen, konservativen Lager hatte die Veröffentlichung anfänglich verhindert. Der Film war 1925 im Bolschoi Theater in Moskau uraugeführt worden. Er gilt als herausragender Film der internationalen Kinogeschichte. “Panzerkreuzer Potemkin” führt ins Jahr 1905. Die Matrosen des zaristischen Panzerkreuzers erheben sich gegen die privilegierten Offiziere. Als ein Offizier den Matrosen Wakulintschuk ermordet, eskaliert die Auseinandersetzung.
1930
Grundsteinlegung für Ford Deutschland - Am 2. Oktober 1930 legte Henry Ford in Köln den Grundstein für die deutsche Filiale seines Automobilkonzerns. Ford hatte das Unternehmen im Jahr 1903 gegründet, die deutsche Niederlassung war die zweite in Europa nach der Einrichtung eines Werkes in Großbritannien.
1940
Warschauer Ghetto - Die Einrichtung des Warschauer Ghettos wurde vom deutschen Gouverneur des Distrikts Warschau, Ludwig Fischer, angeordnet. In dem unter dem Vorwand der Seuchengefahr abgeriegelten Ghetto lebten 400.000 jüdische Bürger. Die interne Leitung wurde vom so genannten Judenrat übernommen. Die Bewohner lebten zusammengedrängt auf engstem Raum, die Lebensbedingungen verschlechterten sich rapide. Anfang 1943, nachdem bereits über 250.000 Ghettobewohner zumeist ins nahe gelegene Vernichtungslager Treblinka deportiert worden waren, unternahm die jüdische Widerstandsbewegung im Ghetto einen verzweifelten Aufstandsversuch. Bei dessen bis Mai 1943 anhaltender Niederschlagung machten Truppen der Schutzstaffel (SS) das Ghetto dem Erdboden gleich.
1944
Warschauer Aufstand gescheitert - Der Warschauer Aufstand der polnischen “Heimatarmee” gegen die deutsche Besatzung misslang und endete mit der Kapitulation der unter dem Befehl des Generals Graf Tadeusz Komorowski stehenden Untergrundkämpfer. Der Aufstand hatte am 1. August 1944 begonnen. Ziel war es, die deutsche Herrschaft noch vor dem Eintreffen der Roten Armee in einer eigenen Aktion abzuschütteln, um sich politisch unabhängig von der Sowjetunion zu halten. Die deutschen Besatzer machten Warschau nahezu dem Erdboden gleich, etwa 16.000 Aufständische fielen, 116.000 Zivilisten wurden vermutlich Opfer der Kämpfe. Weitere 70.000 Polen wurden in Massentransporten zur Zwangsarbeit ins Deutsche Reich verschickt und dort in Arbeits- und Konzentrationslagern untergebracht.
1968
Protestmarsch in Mexiko - Auf dem Tlatelolco (Platz der Drei Kulturen), in Mexiko-City versammelten sich Zehntausende Demonstranten - überwiegend Studenten. Sie protestierten gegen Korruption und für mehr Demokratie. In den Monaten zuvor hatte sich die Situation im Land zugespitzt. Seit Mitte September 1968 hatte das Militär die Universitäten der Hauptstadt Mexikos besetzt gehalten. Als die Sprecher der Studentenbewegung erfuhren, dass das Militär in der Umgebung des Platzes aufmarschierte, beendeten sie die Versammlung. Wenig später fielen die ersten Schüsse. Mehr als 400 Demonstranten kamen ums Leben. Das Massaker von Tlatelolco ist bis heute ein unbewältigtes Trauma der mexikanischen Gesellschaft.
1977
“Kontaktsperregesetz” - Als Antwort auf die Anschläge der deutschen linksextremistischen “Rote Armee Fraktion” (RAF) trat das so genannte Kontaktsperregesetz in Kraft. Per Dekret wurden Kontakte der inhaftierten Terroristen zu Häftlingen und Verteidigern für maximal 30 Tage verboten. Das Gesetz war im September 1977 vom Deutschen Bundestag verabschiedet worden. Die Gesetzeserlassung war die Reaktion auf den Mord der RAF am Generalbundesanwalt Siegfried Buback, dem Dresdner-Bank-Chef Jürgen Ponto und der Entführung des Arbeitgeberpräsidenten Hanns-Martin Schleyer. Schleyer wurde nach der Geiselbefreiung in Mogadischu und der Weigerung der sozialliberalen Bundesregierung, ihn gegen elf RAF-Gefangene auszutauschen, ermordet.
1998
Stadtauto “smart” - Das nur 2,50 Meter kurze Stadtauto “smart” kam auf den Markt. Der Personenkraftwagen ging aus einem Joint Venture zwischen der Daimler Benz AG und der Schweizer Gesellschaft für Mikroelektronik und Uhrenindustrie AG (SMH) hervor. Auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) 1997 wurde das “smart”-Konzept der Öffentlichkeit erstmals präsentiert. Bei einem Gewicht von 680 Kilogramm entstand ein Automobil mit einem neuartigen Designkonzept: ein lackierter Metallrahmen bildet die so genannte Tridion-Fahrgastsicherheitszelle. Als Karosserieanbauteile dienen flexible “Body Panels” aus zu 100 Prozent wiederverwertbarem Thermoplast-Kunststoff.
*Zusammengestellt aus verschiedenen Kalendern der Jahre 2000 - 2007
Tags: Alltag, Datum, Ereignisse, Kalender, Review




































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