Manchmal kann man nur noch mit dem Kopf schütteln, wenn man ein Rezept für seine seine Dauermedikamente benötigt 
Ich muss wegen meiner kaputten Lunge und der daraus folgenden Luftnot/Asthmaanfälle seit Jahren das Spray Salbuhexal nehmen.
Das Thema wurde nun nicht erst einmal mit meiner Ärztin, der Krankenkasse und der Kassenärztlichen Vereinigung erörtert.
Da ich bestimmte Untersuchungen und Behandlungen verweigert habe (was mein gutes Recht als Patient ist), habe ich schon einen wochenlangen Horrortrip hinter mir, um eben das Medikament nach meinem Bedarf und ohne gewisse Untersuchungen verordnet bekommen zu dürfen.
Es war aber dann angeblich alles geklärt, meine Ärztin hatte das schriftliche OK der Kasse un ich bekam die Medikamente verschrieben. Sie sind verschreibungspflichtig, sonst hätte ich mir das Theater schon lange erspart und eben in den sauren Apfel gebissen und sie zwischendrin selbst bezahlt. Ein Privatrezept will meine Ärztin nicht ausstellen.
So, nun rufe ich heute früh an, weil ich eben wegen der Feiertage nochmal mein Spray benötige.
Das letzte Rezept stammt vom 26.11.07, ich bekomme immer einen 3er Pack des Sprays.
Ich dachte ich höre niccht richtig, als sie sagte, sie dürfe es mir noch nicht aufschreiben, weil der Zeitabstand zu kurz sei. Dann rechnete sie mir am Telefon vor:
1 Spray hat laut Packungsangabe 200 einzelne Sprühstöße.
Ich kann das Spray bedenkenlos 5 mal am Tag anwenden, im Notfall auch öfter.
Nun haben die Kassen über die Kassenärztliche Vereinigung folgende Verordnung herausgegeben:
Ein Spray hat 40 Tage zu halten, wenn man von diesen 5 Anwendungen am Tag ausgeht und darf auch nicht öfter verordnet werden. Ja klar, klingt ja mal sowas von logisch, scheint ja rechnerisch auch auf den ersten Blick vollkommen korrekt zu sein…
Allerdings haben die hohen Herren/Damen, die diese Verordnung herausgegeben haben, eine winzige Kleinigkeit übersehen 
Eine Anwendung besteht aus 3-4 Sprühstößen und nicht aus einem. Das ist auch sehr gut ersichtlich im Beipackzettel.
Das bedeutet aber, dass ein Spray eben nicht 40, sondern nur 10 Tage hält. Was das für den patienten bedeutet, der auf das Medikament angewiesen ist, könnt ihr euch sicher vorstellen… massenhaft Ärger, telefonieren, Rechtfertigungen, Erklärungen bis es endlich mal jemand ansatzweise begriffen hat, dass auch Verordnungen mal schwachsinnig sein können.
Ich habe nun den halben Vormittag damit verbracht, mit Krankenkasse, KV und Ärztin zu telefonieren, um mein benötigtes Medikament verordnet zu bekommen 
Dazu muss ich nun noch erwähnen, dass meine Ärztin ihre Praxis vom 22.12.07 bis 6.1.08 geschlossen hat und ich also bis dahin mit meinen Medikamenten auskommen muss.
Das wäre ich aber ja sowieso nicht, wenn man die letzte Verordnung vom 26.11. zugrunde legt.
10 Tage pro Packung macht bei 3 Packungen 30 Tage… falls ich mich nun nicht verrechnet habe 
Ich habe nun mein Rezept bekommen, weil meine Sachbearbeiterin von der Krankenkasse bei meiner Ärztin angerufen und eben die Übernahme nochmals bestätigt hat.
Ich bin trotzdem langsam aber sicher stinksauer, weil ich ja haargenau dieselbe Prozedur in diesem Jahr schon einmal hinter mir habe und eine schriftliche Übernahmebestätigung sowohl bei der Ärztin, als auch bei der KV vorliegt.
Ich schlage den Herrschaften, die solche Medikamentenberechnungen verbrechen einfach mal vor, sich ein wenig Hirn zu Weihnachten zu wünschen und dieses dann auch zu benutzen. Prüft denn niemand, was die Herrschaften dort berechnen?
Ach ja, es geht hier nicht um immens teure Medikamente, ganz im Gegenteil sogar.
Wenn ich die üblichen Behandlungen und Medikamente bekäme, die eben bei meiner Erkrankung eigentlich notwendig wären, dann wäre ich wohl eine sehr teure Patientin
Tags: Arzt, Krankenkasse, Medikamentenverordnung, Patienten




































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