headermask image

header image

Ziele stecken

Ich habe mich heute früh mit einer Bekannten über das Thema Ziele im Leben unterhalten und irgendwie geht es mir seitdem nicht mehr aus dem Sinn.

Ziele zu haben ist wichtig, wichtig um Energien freizusetzen, die gesteckten Ziele zu erreichen.
Nur stelle ich mir die Frage, wie hoch man seine Ziele stecken sollte?

Macht es Sinn, sich Ziele zu setzen, die nicht durch eigenen Einsatz und eigene Energien zu erreichen sind? Macht es Sinn, sich Ziele zu setzen, denen man auch nur ansatzweise näher kommen kann, wenn viele glückliche Zufälle aufeinandertreffen?

Natürlich soll man nie aufhören auf glückliche Zufälle zu hoffen. Nur seine gesteckten Ziele alleine davon abhängig zu machen, ist das wirklich genug, um Energien freizusetzen?

Der Weg ist das Ziel.
sagte Konfuzius und er hat wie so oft Recht.

Ziele im Leben kann man schließlich nicht einfach in ein Navigationsgerät eingeben und das berechnet einem dann den besten Weg. Wobei das natürlich eine einfache Sache wäre, man muss sich selbst nicht anstrengen, sondern nur den Anweisungen folgen, um sein Ziel zu erreichen.

Machen es uns nicht die vielen technischen Errungenschaften auch schwieriger, Dinge ohne ihre Hilfe für uns ganz alleine zu entscheiden? Schränken sie uns nicht eigentlich ein in unserem selbstständigen Denken und Handeln? Machen sie uns nicht unheimlich bequem?

Der Weg ist das Ziel, aber wenn man sich über den Weg keine Gedanken machen muss, verfällt man nicht dann ganz schnell dahin, sich zu hohe Ziele zu stecken? Ist das Ziel so weit weg, hat man keine Etappenziele, die man sich selbst gesteckt hat und über deren Erreichen man sich freuen kann, wird man dann nicht sehr schnell müde auf dem Weg und fühlt sich ausgebrannt?

Ich selbst stecke mir nur noch kleinere Etappenziele, die ich auch aus eigener Kraft erreichen kann. Habe ich eines erreicht, wird erstmal gefeiert und daraus neue Energie getankt für das neue Etappenziel.
Jedes noch so kleine Erfolgserlebnis stärkt mich, gibt mir die Kraft und den Mut weiter zu machen, meinen Weg unbeirrt weiter zu gehen.

Und ihr? Habt ihr euch auch schonmal zu hohe Ziele gesteckt?

Trenner Gedankensplitter


Tags: , , , , , , , ,

Du möchtest immer auf dem Laufenden sein? Abonniere meine Feeds

4 Comments so far (Add 1 more)

  1. Ziele sollten immer “erreichbar” sein, sonst frustriert’s nur, Erfolgserlebnisse beflügeln…

    Also immer im überschaubaren Rahmen bleiben

    Abschicken vergessen…
    War abgelenkt, weißt eh, mit was

    &

    1. Eveline on Januar 22nd, 2008 at 20:18
  2. Der Weg ist das Ziel, ist sicher auch das Thema auf dem Jakobsweg.
    Es ist aber nicht nur wichtig ein Ziel vor Augen, sondern auch Klarheit über sein Ziel und Handeln zu haben.
    Ich habe mir den Film St. Jaques pilgern auf Französisch angeschaut und war begeistert. Du solltest ihn dir vielleicht auch anschauen.

    Liebe Grüße aus dem Kraichgau
    Helmut

    2. Helmut on Januar 22nd, 2008 at 17:15
  3. Wenn ich aber ein sehr hoch gestecktes Ziel habe, allerdings keinen Plan vom Weg, den ich gehen muss und auch keine Etappenziele, ist es dann nicht viel eher vorprogrammiert, zwischendrin einfach frustriert aufzugeben?

    3. Wu-Lan-Tong on Januar 22nd, 2008 at 16:41
  4. Es gibt kurzfristige, mittelfristige und langfristige Ziele. Die sollten entsprechend niedrig, mittel und hoch angesetzt werden. Kein Ziel ist zu hoch, sondern allenfalls nicht langfristig genug angesetzt.

    Und “Der Weg ist das Ziel” ist eine faule Ausrede und falsch.

    4. Siegfried on Januar 22nd, 2008 at 16:00

Post a Comment

Your email is never published nor shared.

Erstkommentare werden manuell freigeschaltet.