Das überkommt mich immer dann, wenn ich Fernsehberichte aus den unterschiedlichen Fanmeilen sehe. Ganz schlimm ist es, wenn Bilder von gröhlenden, oft sabbernden angetrunkenen Menschen gezeigt werden, die einfach nur den Drang haben, irgendwie von der Kamera erfasst zu werden und es den Reportern kaum möglich ist, ein Wort zu sagen.
Ich schalte dann, wenn ich alleine bin nur schnell um, weil mir schlichtweg übel ist und mich der Gedanke, in der Nähe eines solchen Menschen stehen zu müssen komplett anekelt. Ich habe nur noch den Wusch, mich waschen zu gehen, habe das Gefühl, Schweiss und Alkohol förmlich zu riechen und der Gedanke, mich könnte so jemand nur (versehentlich) anfassen, lässt mich kaum noch los 
Ich muss dazu sagen, ich mag es generell nicht, mit vielen wildfremden Menschen irgendwo eng gedrängt zu gehen oder zu stehen. Auch dann habe ich ein Unwohlsein, ja fast einen Fluchtinstinkt.
Es macht mir dagegen nichts aus, mit Leuten zusammen zu sein, engeren Körperkontakt zu haben, die ich irgendwie kenne, sei es nur virtuell. Aber sobald es viele fremde Menschen auf engem Raum sind, hört bei mir der Spass ganz unbewusst sofort auf.
Selbst in Kaufhäusern, auf Märkten, eben da wo man sich drängelt, halte ich es nicht sehr lange aus, mir wird schlecht und ich will nur noch raus an die Luft in eine ruhige Ecke.
In einem Bierzelt an engen Tischen mit fremden Leuten zu sitzen oder auch an einem Getränkestand zu stehen und dort vielleicht im Gedrängel zu landen ist absolut undenkbar für mich. Ich fühle mich eingeengt, bedrängt, will nur noch weg. Gedrängel in öffentlichen Verkehrsmitteln, wo ich eben keinen eigenen Sitzplatz für mich habe, sondern irgendwo eingeengt stehe ist ebenfalls undenkbar für mich.
Der enge Kontakt mit Tieren macht mir hingegen überhaupt nichts aus, ich kann z.B. beim Füttern von zig Tauben angeflogen werden, sie können mich als Sitzplatz benutzen, kein Problem. Es macht mir auch nichts aus, inmitten einer Herde von Schafen, Ziegen, Kühen oder Pferden oder einer Hundemeute zu stehen, ganz im Gegenteil. Das genieße ich sogar, keine Panik, kein Fluchtinstinkt, nichts dergleichen.
Ich richte mein Leben mittlerweile natürlich so ein, dass ich Menschenaufläufe (wie das klingt *gg*) soweit es geht meide. Aber gerade in den letzten Tagen ist mir eben extrem aufgefallen, dass mir selbst das Ansehen im Fernsehen absolutes Unwohlsein macht 
Tags: Alkohol, Ekel, Geruch, Körperkontakt, Menschen, Nähe, Unwohlsein




































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