
Wenn du in Eile bist,
mache einen Umweg.
Buddhistisches Sprichwort
Tagesnotiz:
1926: Berliner Funkturm in Betrieb
Am 3. September 1926 nahm anlässlich der Eröffnung der dritten Funkausstellung der neugebaute Berliner Funkturm seinen Betrieb auf. Das Bauwerk wird unter dem Spitznamen “Langer Lulatsch” rasch zu einem Wahrzeichen Berlins.
1999: Wer wird Millionär?
Der Quiz-Boom in Deutschland hatte seinen Ursprung diesmal nicht in den USA: Auslöser war die britische Sendung “Who Wants to Be a Millionaire?”, mit der der Privatsender ITV und Moderator Chris Tarrent seit 1998 bis zu 18 Millionen Zuschauer pro Sendung vor die Bildschirme lockten. In den ersten drei Jahren verkauften die Briten Lizenzen in 51 Länder. In Deutschland griff RTL zu. Bei der deutschen Fassung “Wer wird Millionär?” mit Günther Jauch, die am 3. September 1999 zum ersten Mal im deutschen Fernsehen lief, und allen anderen Versionen durften die Lizenznehmer ohne Genehmigung nicht das Geringste gegenüber der britischen Fassung ändern. RTL verhalf mit Jauch vielen anderen Sendern zum Durchbruch eigener Quizformate.
Geburtstage:
1875: Ferdinand Porsche (†30.1.1951)
Deutscher Ingenieur und Unternehmer. Der im böhmischen Maffersdorf geborene Bauspengler und Elektriker entwickelte 1897 in Wien den “Lohner-Porsche-Elektrowagen” mit Radnabenmotor, der auf der Pariser Weltausstellung 1900 vorgestellt wurde. Ab 1906 konstruierte er bei der Wiener “Austro-Daimler” Gebrauchsfahrzeuge und Sportwagen, die er als Rennfahrer auch selbst erprobte. 1931 eröffnete er in Stuttgart ein eigenes Konstruktionsbüro und legte damit den Grundstein für die heutige Porsche AG. 1935 erhielt der Ingenieur von der Regierung Adolf Hitlers den Auftrag zur Konzeption eines “Volkswagens”. Der legendäre “VW Käfer” ging nach Kriegsende 1946 in Serienproduktion. Porsches Sohn Ferry baute den Betrieb zum reinen Sportwagenunternehmen um, und 1948 wurde der erste “Porsche Roadster” präsentiert.
1856: Louis Henri Sullivan (†14.4.1924)
US-amerikanischer Architekt. Als Mitbegründer und führender Vertreter der “Schule von Chicago” schuf Sullivan die ersten funktionellen Stahlskelett-Hochbauten in den Vereinigten Staaten und prägte die Devise “Form ever follows Function”. Nach diesem Grundsatz war der Zweck eines Gebäudes Ausgangspunkt der architektonischen Planung. 1881 ging Sullivan eine Partnerschaft mit dem Chicagoer Architekten Dankmar Adler ein, mit dem er mehr als hundert Bauwerke realisierte. Sullivans spektakulärste Bauten, die sich durch aufwendige Ornamentik auszeichnen, sind das “Auditorium Building” in Chicago (1886-1889), das “Wainwright-Building” in St. Louis (1891) und das Chicagoer Warenhaus “Carson Pirie Scott” (1899-1904). Sein berühmtester Schüler war Frank Lloyd Wright.
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